Gemeinsame Kooperation ist wichtig!

Karriere allein unter Männern

“Zusammenkommen ist ein Anfang, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, und Zusammenarbeiten ist Erfolg.” – Henry Ford (Gründer von Ford)

Dass unter Männern andere Spielregeln im Management gelten, ist bekannt. Und ebenfalls, dass viele Frauen hier allein unter Männern sind. Es gilt die Herausforderung anzunehmen, von Männern auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden.

Denn die hierbei aufgebauten Kooperationen führen zu beruflichem Aufstieg! So! Und was lernen wir hierzu von Verrat und Rache? Nicht, dass Sie jetzt glauben, wir würden solch eine Handlungsempfehlung geben, aber lassen Sie sich auf folgendes Experiment ein und transferieren Sie selbst die Theorie anschließend in Ihre Zusammenhänge:

Es gibt eine Theorie in den Internationalen Beziehungen, die sich vor allem eine Frage stellt: Unter welchen Bedingungen kooperieren Staaten? Wann ist Kooperation möglich?

Der sogenannte Institutionalismus beschäftigt sich mit dieser Frage. Um Institutionen zu bilden benötigt es einen Konflikt zwischen den Staaten als Akteure. Ohne Konflikt keine Konfliktlösung und dadurch keine Kooperation. Die Wahrscheinlichkeit einer Kooperation ist allerdings nur hoch, wenn ein gemeinsames Interesse besteht.

Es gibt Beispiele aus der Spieltheorie, die dies veranschaulichen.

Das Gefangenendilemma:

Die klassische Spielsituation des Gefangenendilemmas beschreibt das Ergebnis einer Interaktion zwischen zwei Verbrechern, die gemeinsam einen Banküberfall begangen haben und nun unabhängig voneinander befragt werden. Dass die beiden die Schuldigen sind, steht außer Zweifel, aber die Ermittler haben zu wenige Beweise, um sie für den Banküberfall anklagen zu können. Sie können ihnen lediglich illegalen Waffenbesitz nachweisen, auf den aber eine geringere Gefängnisstrafe […] steht. Sie müssen also wenigstens einen Bankräuber dazu bringen, zu gestehen. In getrennt stattfindenden Verhören wird jedem Gefangenen das folgende Angebot gemacht: „Gib zu, dass ihr den Bankraub begangen habt. Wenn du aussagst, wirst du nicht bestraft, aber wir können deinen Komplizen wegen des Bankraubs hinter Gitter bringen. Für den Bankraub wird er fünf Jahre ins Gefängnis kommen. Du kannst schweigen, aber wenn der andere redet, erhältst du fünf Jahre Gefängnis, und der andere geht straffrei aus.“

Was wird wohl geschehen?

Schweigen beide Bankräuber, bekommt jeder 2 Jahre. Schweigt nur einer, bekommt dieser 5 Jahre, der andere geht strafffrei aus. Reden beide, dann müssen auch beide ins Gefängnis. Allerdings für jeweils 4 Jahre.

Die Bankräuber haben Interesse nicht ins Gefängnis gehen zu müssen. Da ihnen unter Umständen jedoch eine fünfjährige Haftstrafe droht, versuchen sie ihre eigene Strafe zu mildern, und ihren Komplizen zu verraten. Da der Komplize aber das gleiche denkt und Misstrauen herrscht, werden beide Verbrecher reden.

Die Folge: beide Verbrecher bekommen jeweils 4 Jahre, obwohl das sinnvollste Ergebnis wäre, wenn beide geschwiegen hätten. So würden die Haftstrafen zusammengerechnet am geringsten ausfallen.

(Jetschke, Anja 2017: Internationale Beziehungen. Eine Einführung. Tübingen: Narr Francke Attempto)

Was lernen wir aus diesem anderen Fachbereich?

Das beste Ergebnis wäre aus Sicht der Verbrecher gewesen, wenn beide Bankräuber nicht geredet hätten. So wären die Haftstrafen zusammengerechnet am niedrigsten (und gleichhoch) ausgefallen.

Das Gefangendilemma sieht allerdings vor, dass nur ein gemeinsamer Banküberfall geplant ist. Nehmen wir an, sie würden mehrmals gemeinsam eine Bank überfallen müssen. Sie hätten ein Interesse daran, möglichst schnell den nächsten Raubzug zu vollziehen. Deswegen würden Sie ihren Komplizen nicht verraten. Sie halten sich an ihren Schweigekodex und gehen nach ihrer gemeinsamen Haftstrafe wieder auf Beutefang.

Ist den Bankräubern also bewusst, dass sie mehrmals gemeinsam miteinander arbeiten (oder arbeiten müssen), so werden sie kooperieren. Also schweigen, und nach der Haftstrafe die nächste Bank überfallen.

Nun wird das Gefangendilemma allerdings häufig in grundlegenden Theoriezweigen der Internationalen Beziehungen zur Veranschaulichung erwähnt. Wann kooperieren Staaten, wann nicht?

Wenn Staaten gemeinsam miteinander klarkommen müssen, und an der Lösung eines Konflikts und daraus resultierenden möglichst hohen Gewinnen oder niedrigen Verlusten (siehe Gefangenendilemma) interessiert sind, dann werden sie miteinander kooperieren.

Was auf sehr komplexer staatlicher Ebene geschieht, dass muss auch in jedem Unternehmen möglich sein. Ist es nicht so? Betrachten wir Ihre kollegialen Partner in Unternehmen.

Sie sind mehrfach aufeinander angewiesen, da Sie nicht nur einen großen Coup zum Erfolg planen. Sie können sich Ihre Kolleg*Innen nicht immer aussuchen. Stoßen Sie jemandem den Dolch des Verrats in den Rücken und Sie werden das Ähnliche schnellstmöglich zu spüren bekommen. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Und was wären die Folgen für Sie?

Trotz der Abhängigkeit zwischen Ihnen und Ihren Kolleg*Innen und dem Ziel, das Unternehmen nach vorne zu bringen: Ein unangenehmes Arbeitsklima, wenig Kooperation und Arbeitsteilung und ständige Probleme in der Absprache mit Ihren Kolleg*Innen.

Also: Gemeinsame Kooperation ist wichtig!

Wir freuen uns auf Fragen, Feedback und Erfahrungsberichte!
Bis dahin, viel Spaß und Erfolg dabei, gemeinsam an die Spitze zu kommen.

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