Mentale Ressourcen

Aufstiegskompetenz: Mentale Ressourcen nutzen!

Versetzen Sie sich in Ihren Büroalltag: Pausenlos, zu jeder Zeit sind Sie Teil kommunikativer Prozesse. Kommunikation findet statt auf der nonverbalen Ebene über Gesten, Mimik, Haltung. Sie findet statt über Bilder und Bewegungen. Natürlich auch über Sprache, Wörter und Sätze.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, auf welche Weise das menschliche Gehirn Impulse der Außenwelt verarbeitet?

Neurolinguistisches Programmieren – NLP – gibt mit einem Repertoire an verschiedenen Erklärungsmodellen und Strategien Antwort darauf.

Diese vergleichbar junge Disziplin wurde von Richard Bandler (*1950) und Dr. John Grinder (*1939) begründet. Ihr Buch „Frogs into Princes“ wurde 1981 ins Deutsche übertragen.

NLP geht davon aus, dass alles, was ein Mensch exzellent beherrscht oder jemals gelernt hat, auch jeder andere lernen kann.

Sie fragen sich, wie das auf Ihren Managementalltag und unseren Umgang mit Kolleginnen und Kollegen übertragbar ist, wenn Motivation, Entscheidungsfähigkeit, Kreativität und Dynamik erlernbar sind?

Die folgende Beschreibung eines universellen Mechanismus hilft Ihnen auf Ihrem Weg nach oben und fördert Erfolg und Exzellenz.

Die Aufstiegsressource „Zuversicht“ oder: Ankern!

Was ist Ankern? Und wie kann es meinen Managementalltag bereichern und mich entlasten? Im zweiten Kapitel ihres Buches „Neue Wege zur Kurzzeit-Therapie“ beschreiben die Autoren Grinder und Bandler, was hiermit gemeint ist.

Also: Ankern ist eine der zentralen Methoden aus den NLP-Instrumenten. Das Grundprinzip ist einfach und schnell erklärt.

Eine bestimmte Emotion (positiv wie negativ) wird auf dem Höhepunkt der Intensität mit einer bestimmten Bewegung oder Geste oder einem Ton verbunden, also verknüpft – geankert. Führt man nun diese Geste oder Bewegung wieder durch, hört man wieder den gleichen Ton, wird automatisch auch die damit verankerte Emotion wieder wahrgenommen.

Sie kennen das bereits aus Ihrem Leben:

Sie hören ein bestimmtes Lied und denken sofort an eine bestimmte Person oder Situation.
Sie riechen ein Parfüm und Sie fühlen sich an jemanden erinnert. Das Telefon klingelt und Sie erkennen eine bestimmte Stimme – Sie beginnen zu lächeln (oder auch nicht…)

 

Ankern bedeutet also die Verbindung eines emotionalen Zustandes mit einem äußeren Reiz.

Sie fragen sich, ob Sie das nicht schon mal beim klassischen Konditionieren erfahren haben? Die Antwort ist ja!

NLP-Anwender nutzen das Wissen um Lernmechanismen und wenden diese Technik gezielt an.

Ein Synästhesie-Muster wird hergestellt, d.h. eine Korrelation zwischen der einen Repräsentation und einer anderen.

NLP nutzen: Ankern im Managementalltag!

Wie können Sie die Technik des positiven Ankerns in Ihrem Managementalltag nutzen?

Barbara Seidl, Wirtschaftspädagogin und Autorin des Buches „NLP – Mentale Ressourcen nutzen“, hat Antworten darauf.

Sie weiß um die Wirkmacht des Ankerns, gerade auch im professionellen Kontext. Denn wie schön wäre es, z.B. positive Gefühle wie Freude, Zuversicht, Motivation, Gelassenheit abrufbar zu haben. Und zwar in bestimmten, insbesondere in  belastenden Situationen. Sich auf Knopfdruck sozusagen gedanklich in Situationen hineinzukatapultieren, die gute, kraftvolle Impulse für das eigene Leben gesetzt haben. Na?

Denn Gefühle haben einen deutlichen Einfluss auf die betreffende Person. Sie wirken sich auf ihr Verhalten und ihr Denken positiv oder negativ aus und spiegeln sich dementsprechend in Körperhaltungen, Gesichtsausdrücken und der Stimmlage.

Die emotionalen Zustände der Menschen sind sichtbar, getriggert durch die spezifischen Reize, die von den Sinnen wahrgenommen werden.

Durch die Verarbeitung und Speicherung im Gehirn werden diese Reize mit neurologischen Impulsen verbunden.

Mehr Gelassenheit durch Ankern!

Kurzum: Wir wollen ein sehr positives Gefühl wieder und wieder aufrufen. Das ist das Ziel: Ein Gefühl, welches abrufbar und somit für Ihren Aufstieg und Ihren Erfolg nutzbar ist.

Genau dies beschreibt das Ankern (anchoring) oder auch Wieder-Präsent-Machen von sinnlichen Eindrücken.

Ankern in schwierigen Situationen!

Okay, was wir nun wollen sind Anker, die uns zu mehr Zuversicht, Gelassenheit oder Heiterkeit führen. Wir wollen Bestärkung!

Ein solcher Anker war das Lied im Radio, welches uns an den letzten tollen Urlaub erinnert, das Parfüm der Tante, welches wir seit der Kindheit kennen und lieben. Ziel ist nun, diese Methode anzuwenden und bewusst und gesteuert eigene Anker zu setzen und zu etablieren.

Positive Anker bewusst anzuwenden, sie aktiv zu setzen und bei Bedarf gezielt zu ‚feuern‘ ist eine wesentliche NLP-Technik.

Ankern schafft Gelassenheit!

Ziel ist es, persönliche Anker für Gelassenheit, Sicherheit, Aufmerksamkeit und Kraft zu schaffen. Ihr Vorteil: diese in gegenwärtige Situationen übertragen zu können. Und zwar genau dann, wenn Sie es für nötig halten. Stellen Sie sich also vor, Sie begegnen im Meeting gleich einer äußerst unangenehmen Person und hätten nun die Möglichkeit, sich in einen anderen Gefühlszustand zu versetzen, der Sie gleich in der Teambesprechung wesentlich souveräner werden lässt.

Die verschiedenen Arten des Ankerns sind:

  1. Visuelle Anker (Bilder, Farben, Formen)
  2. Auditive Anker (Geräusche, Klänge, Melodien)
  3. Kinästhetische Anker (Bewegungen, Körperhaltungen, Berührungen)
  4. Gustatorische Anker (Geschmack)
  5. Olfaktorische Anker (Gerüche und Düfte)

Ihr persönlicher Moment of Excellence!

Schaffen Sie sich ihre eigenen positiven Anker.

In der NLP-Veränderungsarbeit wird das Ankern zumeist mit einem Moment of Excellence verbunden. Was ist ein solcher Moment of Excellence für Sie?

Die individuelle Lebensgeschichte ist reich an solchen Momenten. Schauen Sie in sich hinein!

Er beschreibt eine Situation im Leben eines Menschen, in dem der Betreffende

  1. im Vollbesitz seiner Kräfte war
  2. alle Fähigkeiten zur Verfügung hatte
  3. in einer hervorragenden Verfassung war
  4. sich ausgezeichnet gefühlt hat
  5. einfach gut drauf war.

Nun verknüpft der Anwender ganz bewusst diese Erfahrung mit einem bestimmten, jederzeit nachvollziehbaren körperlichen Reiz, wie zum Beispiel mit einem Druck auf die Innenseite des linken kleinen Fingers.

Die positiven Anker verbinden also die wertvollen Erfahrungen der Vergangenheit mit einer gegenwärtigen und aktuellen Situation.

Somit kann der Anwender mit der NLP-Technik emotionale Zustände herstellen, die ihn in der Erreichung seiner Ziele unterstützten und fördern.

Aktuelle Situationen gewinnen durch sie an positiver Energie, denn durch das Ankern werden die positiven Erfahrungen des Individuums mobilisiert.

Wie ankere ich?

Im nächsten Blog-Artikel gehen wir präzise auf die Frage ein: „Wie finde ich meine persönlichen Anker und wie setzte ich die Technik um?“.

Wir freuen uns auf Fragen, Feedback und Erfahrungsberichte!

Bis dahin viel Spaß und Erfolg dabei, gemeinsam an die Spitze zu kommen!

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